Garten und Kübelpflanzen

Neu Bildergalerie 15.01.2015 Video....Riesenzuwachs beim Eukalyptus

Japanischen Faserbanane (Musa basjoo)

Freilandbanane (Musa basjoo)
Freilandbanane (Musa basjoo)im Herbst

Bananen-Stauden dauerhaft in deutschen Gärten, das habe ich für unmöglich gehalten. Nachdem ich im Internet oft Berichte darüber gelesen habe das es mit der Japanischen Faserbanane möglich ist, war ich entschlossen das Experiment zu wagen. ' Wer Japanische Faserbananen nicht in Töpfen halten (was hervorragend geht!), sondern im Garten auspflanzen will, sollte dies im Frühjahr tun, wenn der Boden von der Winternässe etwas abgetrocknet und erwärmt ist. Wichtig ist ein gut durchlässiger, lockerer Boden. Das heißt mit Kies oder Sand aufgebessert. ' Diese Bedingungen konnte ich erfüllen und so suchte ich nach einer Pflanze. Ende des 20. Jahrhunderts war das keine einfache Sache, ich wurde schließlich in Wuppertal beim 'Tropengarten' fündig. Durch eine optimale Bodenvorbereitung und einen schönen Sommer, wuchs die Banane auf ca. 1,50m Höhe und bekam auch noch 2 Kindel.

Der Überwinterungshinweis : "Kurz bevor der Frost einsetzt, schneidet man die Blätter ab und kappt den Stamm in etwa 50 bis 80 cm Höhe.Schlagen Sie um die Pflanzen vier Pflöcke in den Boden, um die Kaninchendraht gespannt wird. Diesen "Käfig" locker (!) mit ca.80 cm Laub auffüllen und mit einer Folie abdecken. Die Seiten aber bleiben offen, damit für eine ausreichende Durchlüftung und Abtrocknung gesorgt wird." wurde im ersten Winter von mir befolgt. Im nächsten Frühjahr fand ich nach entfernen des Winterschutzes nur noch ein matschiges etwas vor. Als sich nach einiger Zeit nichts tat, habe ich die Pflanze bodeneben zurückgeschnitten. Um den Stumpf vor Regen zu schützen und den Boden zu erwärmen habe ich das ganze mit einer Glasscheibe abgedeckt. Nach ca. 2 Wochen erschienen Kindel und der Hauptstumpf trocknete ein.

Freilandbanane (Musa basjoo)
Freilandbanane (Musa basjoo)Neuaustrieb

Seitdem mulche ich meine Staude reichlich ohne Sie zurückzuschneiden. Ende April entferne ich den Mulch, schneide zurück und decke das ganze mit einer Glasscheibe ab. Diese Methode hat sich bei mir bewährt, auch wenn der Hauptstamm (manchmal) nicht austreibt, sondern nur die Kindel. Eingewurzelte Exemplare haben in meinem Garten durchaus 2-3,5 m Höhe erreicht. Durch neue Triebe aus den Wurzeln bilden sich mit den Jahren stattliche Bananen-Horste.

Auch als Topfpflanze macht Musa basjoo etwas her. Man sollte große Gefässe verwenden damit Wasser- und Düngerversorgung gewährleistet sind. Normale Bananen fangen bei tiefen Temperaturen an im Wurzelbereich zu faulen und müssen schon früh eingeräumt werden, auch wenn der Herbst noch schöne Tage aber kühle Nächte hat. Der Vorteil der Faserbanane ist man kann die Pflanzen bis zu den ersten Frost draußen lassen und schon zeitig ausräumen kann.

Freilandbanane (Musa basjoo)
Freilandbanane (Musa basjoo)im Kübel im Hintergrund eine Tamarillo

Meine Pflanzen überwintere ich wie bei mir üblich ziemlich trocken und kalt. Sie sind dann zwar kein schöner Anblick behalten aber ihren Stamm und machen, nach dem Austrieb der bei mir meist Ende Februar erfolgt, Freude auf den Sommer. Meine ausgepflanzten Basjoo haben den Winter 2013/2014 mit Reststümpfen ca 1/3 der Sommerhöhe überstanden.

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